Ephraim Spehrer: Virtuelle Teams
hinzugefügt: 28-07-2004
Anwendung des Systemansatzes in der Tradition von Bateson zur Beschreibung virtueller Teams

"Wenn wir uns fragen, wodurch Team- bzw. Gruppenbildung gefördert wird, denken wir oft an Faktoren wie z.B. häufige persönliche Kontakte, räumliche Nähe und die Möglichkeit der unmittelbaren Kommunikation. Rosenstiel (1995) betont in diesem Zusammenhang sogar, dass die Möglichkeit der direkten Kommunikation eine wichtige organisationale Rahmenbedingung für die Gruppenbildung sei, welche durch ausschließlich elektronische Kommunikation erheblich beeinträchtigt werde.
Das Bild, das wir von der persönlichen Interaktion zwischen Menschen innerhalb einer Organisation in uns tragen, prägt unsere alten Vorstellungen von Teamarbeit. Was virtuelle Teams von konventionellen unterscheidet, ist das ständige Überschreiten von Grenzen:
Grenzen des Raumes, der Zeit(zonen) und der Organisation. Das neue dabei ist die Vielfalt an elektronischen Technologien, die virtuellen Teams dabei zur Verfügung stehen.
Die neue Situation von kooperierenden Projektteams über Standort- und oftmals auch Landes- bzw. Kontinentalgrenzen hinweg wird meist eher unter einer technischen Perspektive betrachtet. Die völlig neue Art der zwischenmenschlichen Kommunikation und der damit verbundenen Gewohnheiten für Mitarbeiter als auch Führungskräfte dieser virtuellen Teams, werden dabei meist ungenügend berücksichtigt." (Einleitung)