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GirlsDay und BoysDay verbessern Berufsaussichten - 5.000 Unternehmen und 20.000 Jugendliche befragt
hinzugefügt am 16-01-2013 von Warras
Bielefeld/Berlin, 15.01.2013 - Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit hat mehr als 5.000 Unternehmen und fast 20.000 Jugendliche im Anschluss an die Aktionstage Girls'Day und Boys'Day 2012 befragt. Neben der ungebrochen großen Beliebtheit bei den Jugendlichen (über 90 Prozent finden den Girls'Day bzw. Boys'Day gut bzw. sehr gut), sind auch die Unternehmen von den Aktionstagen überzeugt.

Seit 2011 findet der Boys'Day einmal im Jahr parallel zum Girls'Day statt. 2012 haben sich mehr als 4.700 Unternehmen und Einrichtungen mit Tagespraktika oder Workshops speziell für Jungen beteiligt. Organisationen, die ein Tagespraktikum angeboten haben, nutzten den Boys'Day in erster Linie um Jungen gezielt auf ihre Berufsspektren aufmerksam zu machen und so den Anteil männlicher Beschäftigter zu erhöhen. Zusätzlich wollen sich die Unternehmen mit dem Boys'Day neue Personalressourcen erschließen. Für die über 33.000 Jungen, die jährlich am Boys'Day teilnehmen können, ergibt sich hier eine echte Chance mit zukünftigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern in Kontakt zu treten.

Jedes sechste Unternehmen hat eigene Girls'Day-Teilnehmerinnen eingestellt
2012 wollte jedes dritte Mädchen in dem am Girls'Day kennengelernten Beruf ein Praktikum machen oder sogar eine Ausbildung beginnen. Auch die Unternehmen melden ähnliche Erfolge. 27 Prozent der Unternehmen, die bereits vor 2012 am Girls'Day teilgenommen haben, erhielten in der Zwischenzeit Bewerbungen von ihren ehemaligen Girls'Day-Teilnehmerinnen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (60 Prozent) hat diese Bewerberinnen eingestellt. Auf alle teilnehmenden Unternehmen übertragen ist dies ein Anteil von 16 Prozent - bzw. jedes sechste Unternehmen.

Jungen sind aufgeschlossen und engagiert
Entgegen vielfacher Vorurteile haben Jungen großes Engagement für den Boys'Day und die damit verbundene alternative Berufs- und Lebensplanung bewiesen. 60 Prozent der Jungen haben sich ihren Platz selbst gesucht und knapp ein Drittel der Boys'Day-Angebote 2012 kam aufgrund der Eigeninitiative von Jungen zustande, indem diese selbstständig bei Unternehmen Tagespraktika nachfragten. Auch sind Jungen den am Boys'Day vorgestellten Berufen gegenüber aufgeschlossen: Mehr als die Hälfte der Jungen hat einen Beruf kennengelernt, der sie interessiert. Jeder vierte Junge kann sich sogar vorstellen, in dem kennengelernten Beruf später zu arbeiten.

Girls'Day steigert Anteil der Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund
In Deutschland haben junge Frauen mit Migrationshintergrund die schlechtesten Aussichten auf einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz. Ihre Chancen liegen deutlich hinter denen junger Männer mit Migrationshintergrund sowie hinter denen von Frauen und Männern ohne Migrationshintergrund. Deshalb hat die Bundesweite Koordinierungsstelle Girls'Day im Vorfeld des Girls'Day 2012 verstärkt über dieses Thema aufgeklärt und Mädchen mit Migrationshintergrund noch gezielter angesprochen. So konnte der Anteil an Mädchen mit Migrationshintergrund am Girls'Day 2012 um 2 Prozent gesteigert werden. Fast ein Viertel der Mädchen hat einen Migrationshintergrund.

Weitere Ergebnisse der Befragung unter:
http://www.girls-day.de/download und http://www.boys-day.de/download