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'Ich unterstütze Ihre Forderungen'
hinzugefügt am 14-07-2016 von Melzer
Marcus Bocklet, sozialpolitischer Sprecher von B90/Die Grünen im hessischen Landtag, will sich für Sofortforderungen des BdB einsetzen


Wiesbaden, 1. Juni 2016 – „Berufsbetreuer/innen brauchen mehr Zeit für ihre Klienten und höhere Stundensätze, um auch in Zukunft die Qualität in der Betreuung erbringen zu können, auf die jeder Betreute einen Anspruch hat. Die Forderungen des BdB nach einer besseren Bezahlung bei Betreuung pro Klient halte ich für berechtigt.“ So bilanzierte der sozialpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im hessischen Landtag Marcus Bocklet sein Gespräch mit Harald Kalteier und Eberhard Marten von der Landesgruppe Hessen des Bundesverbands der Berufsbetreuer/innen.
Sollte es zu einem Gesetzgebungsverfahren kommen, so will sich Bocklet dafür einsetzen, dass Hessen einer Verbesserung der Rahmenbedingungen im Bundesrat zustimmt.
Voraussetzung sind die Ergebnisse der rechtstatsächlichen Untersuchung zu „Qualität und Vergütung“, die das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in Auftrag gegeben hat. Die Studie soll ein realistisches Bild von der Betreuerpraxis und der finanziellen Lage der Berufsbetreuer/innen zeichnen. Im Sommer startet das BMJV eine umfassende Online-Befragung unter Berufsbetreuer/innen; auch werden zahlreiche Interviews mit Betreuten geführt, um eine solide Datenbasis zu schaffen. Die Ergebnisse sollen im November 2016 vorliegen.
Neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen fordert der Verband die Anerkennung des Berufs. „Klientinnen und Klienten haben das Recht auf einen transparenten Betreuungsprozess. Wir brauchen Qualitätskriterien und fachliche Standards, die eine gute Betreuung im Sinne einer unterstützten Entscheidungsfindung definieren, wie sie in der UN-Behindertenrechtskonvention beschrieben ist“, sagte BdB-Landessprecher Harald Kalteier. Eberhard Marten ergänzte: „Betreuung ist ein Vertrauensberuf. Um diese gesellschaftlich wichtige Arbeit besser abzusichern, setzen wir uns für eine Berufsaufsicht im Sinne einer Kammer ein. Schwarze Schafe haben in unserem Beruf nichts verloren.“