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SOS-Fachtagung 2018: Bildungschancen eröffnen – Was kann Heimerziehung tun?
hinzugefügt am 10-08-2018 von Warras
Ort
Berlin

Termin
29. und 30. Oktober 2018

Eine gute Bildung und Ausbildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und Anerkennung sowie für eine eigenständige Existenzsicherung. Junge Menschen, die in Einrichtungen der Heimerziehung aufwachsen, schlagen seltener einen höheren Bildungsweg ein als ihre Altersgenossen. Zudem sind sie in verschiedener Hinsicht von Bildungsbenachteiligungen betroffen: Viele wurden in ihrer Familie wenig gefördert, haben Schul- und Wohnortwechsel erlebt, sind psychisch belastet, haben Lernschwierigkeiten oder machen Ausgrenzungserfahrungen in der Schule. Sie benötigen Unterstützung, um ihr individuelles Potenzial entfalten und Bildungsanforderungen möglichst gut bewältigen zu können.

Heimeinrichtungen sind Bildungsorte – für formales, informelles und nonformales Lernen. Dementsprechend stehen Pädagoginnen und Pädagogen vor der Aufgabe, Bildungsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen zu schaffen: Es gilt, die jungen Menschen in ihrer schulischen Laufbahn zu begleiten, gegebenenfalls ihre Schul- bzw. Ausbildungsfähigkeit zu verbessern, verschiedene Arten der Lernförderung anzubieten und Zugänge zu kulturellen, musischen oder sportlichen Bildungsangeboten zu eröffnen. Darüber hinaus unterstützen Fachkräfte Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung: Sie geben Bildungsanregungen, wecken Interessen und initiieren nonformale Bildungsprozesse. Nicht zuletzt bieten sie den Betreuten stabile, vertrauensvolle Beziehungen an, vermitteln ihnen Wertschätzung und sind mit ihrer eigenen Bildungsbiografie Modell für die Heranwachsenden.

Auf der Tagung werden Forschungsergebnisse und Praxisansätze vorgestellt, die aufzeigen, wie junge Menschen in der stationären Erziehungshilfe auf ihrem Bildungsweg unterstützt werden können. Freuen Sie sich auf Vorträge, Foren und Diskussionen rund um folgende Fragen:

Was wissen wir über Bildungsprozesse in der Heimerziehung und was können wir aus verschiedenen Bildungsverläufen lernen? Welche Rolle spielen Übergänge auf dem Bildungsweg und wie lassen sie sich gezielt unterstützen? Wird der schulischen Bildung in der stationären Erziehungshilfe die nötige Aufmerksamkeit zuteil? Und wie wirken sich nonformale Bildungsprozesse auf die Bewältigung schulischer Anforderungen aus?


Weitere Informationen und Programm

Kontakt
https://http://www.sos-fachportal.de/paedagogik/veranstaltungen/fachtagung2018