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Starke Stimme aus Sachsen für mehr Qualität in der Betreuung
hinzugefügt am 28-01-2015 von Melzer
MdB Michael Kretschmer (CDU) unterstützt Forderung des BdB nach besseren Rahmenbedingungen



„Berufsbetreuerinnen und –betreuer leisten eine wichtige soziale Arbeit für Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst besorgen können. Berufsbetreuer sorgen dafür, dass diese Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Ihre Arbeit muss anerkannt und angemessen ausgestattet werden.“ Dies sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Michael Kretschmer im Gespräch mit Vertretern der BdB-Landesgruppe Sachsen und der sächsischen Betreuungsvereine.

Fred Fiedler, Sprecher der Landesgruppe, bedankte sich für das Engagement des Bundestagsabgeordneten: „Michael Kretschmer agiert als Mittler zwischen Bund und Ländern, um die Weiterentwicklung des Betreuungsrechts zu befördern. Globalisierung, demografischer Wandel und sich auflösende Familienverbünde verändern unsere Gesellschaft. Dem muss die Betreuung angepasst werden. Unsere Aufgaben sind in den vergangenen Jahren zahlreicher und komplexer geworden; die Verantwortung ist gestiegen. Deshalb ist aus unserer Sicht die Professionalisierung der Betreuung unumgänglich – bei angemessener Vergütung und Anpassung der Zeitkontingente“.

Mit Blick auf die angespannte Finanzlage von Bund und Ländern schlägt der BdB vor, den Dialog zwischen Politik und Basis zu intensivieren, um effektive Maßnahmen zu erörtern, die helfen, Kosten zu konsolidieren. „Qualität in der Betreuung kann sogar helfen, Kosten zu vermeiden“, argumentieren die BdB-Vertreter. Kretschmer, der auch Generalsekretär des CDU Landesverbandes Sachsen ist, kündigte an, sich um kurzfristige Termine zur Fortsetzung des Dialogs zu bemühen – so mit Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow.

Ein weiterer Gegenstand des Gesprächs war die aktuelle Lage der Betreuungsvereine, die ehrenamtliche Betreuer/innen unterstützen und beraten. Aufgrund von Kürzungen und fehlender Förderung der Querschnittsarbeit sehen sich die Betreuungsvereine in ihrer Existenz bedroht. Viele Mitarbeiter haben bereits gekündigt. Die Quote der ehrenamtlichen Betreuer ist unter 60 Prozent gesunken. Damit ist eine breite ehrenamtliche Betreuung nicht mehr gewährleistet.

An der Diskussion in der Landesgeschäftsstelle der Sächsischen Union nahmen Silke Hagenow-Ukat (Mitglied im BdB-Landesvorstand), die Delegierte Heidi Kühnert und der Vorsitzende des Landesverbandes der Betreuungsvereine Stefan Hupfer teil. Dessen „1. Dresdner Betreuungsverein“ ist Mitglied im BdB.

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