Die kumulative Dissertation nimmt mit einer raumsensiblen und geschlechterkritischen Perspektive das Untersuchungsfeld der stationären Heimerziehung der Stadt Zürich in den 1970er und 1980er Jahre in den Blick. Es wird danach gefragt, inwiefern sich die Räume der Heimerziehung zusammen mit der Herstellung von Geschlecht im Kontext von Heimkritik und Neuer Frauenbewegung verändert haben. In einzelnen Zeitschriftenartikeln und Buchkapitel werden verschiedene Ebenen der stationären Kinder- und Juge[...]
The enhancement of community-based, ambulant care for children with serious behavioural problems (in German: "Ambulantisierung") implies supporting them as long as possible in their own family environment. One tries to avoid an out-of-home placement. This policy, strongly underlined during the last 20 years, shows merits but also raises questions. The emphasis on ambulant care and treatment was coupled with a decline in availability and appreciation of residential childcare services. Based on a [...]
Much has been invested in the development of dealing with problematic childrearing situations in a professional diagnostic way in the Netherlands over the past few decades. In this article three developments that have been of importance in this respect will be discussed. In connection with these developments the so-called Hypothetical Testing Model (HTM) has been drawn up. Beside the fact that the Hypothetical Testing Model can provide precise guidelines for the training of future professionals [...]
Die Beschulung von Kindern und Jugendlichen, die in Heimerziehung leben, und als „unbeschulbar“ im öffentlichen Schulsystem gelten, ist Gegenstand des Beitrags. In Kooperation zwischen (Förder-)Schule und Kinder- und Jugendhilfe werden ersetzende Schulen für die Beschulung geschaffen. Der Beitrag stellt Schulen der Heimerziehung vor und diskutiert das Phänomen einerseits hinsichtlich der ungleichheitsförderlichen strukturellen Mechanismen des Schulsystems. Andererseits werden soziale Exklusionen[...]
Die Zunahme von Kindern und Jugendlichen als Tatverdächtige bei Sexualdelikten sowie eine Verschärfung von Strafen und eine gesellschaftlich steigende Punitivität in diesem Bereich sind Entwicklungen, die auch Auswirkungen auf die Jugendhilfe haben. Sozialpädagogische Angebote für sexuell übergriffige Kinder und Jugendliche und der Umgang durch das soziale Umfeld können einen Einfluss auf Desistance-Prozesse und Resozialisierung haben. Wie diese von den Minderjährigen selbst wahrgenommen werden,[...]
Der Abschluss einer Berufsausbildung ist für alle Jugendlichen eine sozialisationsrelevante Entwicklungsaufgabe. Für Jugendliche, die in Heimen leben, ist dieser Entwicklungsschritt besonders anforderungsreich. Im Artikel werden Ergebnisse einer qualitativ-explorativen Studie präsentiert, welche die Perspektive von Jugendlichen und Sozialpädagog*innen berücksichtigt. Im Zentrum stehen die Herausforderungen bei der Berufswahl, bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sowie die Unterstützung durc[...]
Im Beitrag werden Hinwendungen zum Rechtsextremismus aus theoretischer Perspektive als Prozesse (politischer) Sozialisation begriffen, in denen junge Menschen – entgegen den Erwartungen demokratischer Gesellschaften – extremistische Weltsichten und Zugehörigkeiten entwickeln und konsolidieren. Ausgehend von der Überlegung, dass eine Sozialisation in den Rechtsextremismus grundsätzlich ein offener und damit auch umkehrbarer Prozess ist, wird die Abkehr vom Rechtsextremismus ebenfalls als sozialis[...]




