Angesichts einer Vielfalt von unterschiedlichen Theorieansätzen zur Kinderund Jugendarbeit fragt der vorliegende Beitrag, welche gesellschaftlichen Entwicklungen die Theorieproduktion zur Kinder- und Jugendarbeit beförderten und welche Perspektiven die einzelnen Ansätze auf ihren Gegenstand einnehmen. Grundlage dieser sowohl historischen als auch systematischen Betrachtung ist die Erkenntnis einer „Theoriebeladenheit aller Beobachtung“ (Sandermann/Neumann 2018, S. 22). Darauf aufbauend argumenti[...]
Vorstellungen darüber, was Kindheit und Jugend sind und welche Rahmenbedingungen ein ‚gutes‘ Aufwachsen benötigt, sind für die Pädagogik und damit auch für die Offene Kinder- und Jugendarbeit konstitutiv. Die vorliegende Studie untersucht, wie mentale Kindheits- und Jugendbilder bei Fachkräften in der offenen Arbeit biografisch entstehen und wie hierbei eigene Erfahrungen im Aufwachsen, Professionalisierungsprozesse und gesellschaftliche Leitbilder zusammenwirken. Zudem wird die Bedeutung dieser[...]
Im vorliegenden Beitrag wird der Frage nachgegangen, wie sich die Differenz zwischen den normativen Forderungen einer Adressat/innen-Orientierung in der Sozialen Arbeit einerseits und den stellenweise defizitorientierten Adressierungsweisen sozialpädagogischer Fachkräfte andererseits erklären lässt. Einen Ansatz hierfür bieten mentale (lebensalterbezogene) Adressat/innen-Bilder, die aus der Aufschichtung biografischer Erfahrungen entstehen und eine spezifische Sichtweise auf z. B. Kindheit, Behi[...]
Die Angebotslandschaft der Kinder- und Jugendarbeit ist äußerst heterogen, vielfältig und komplex. Systematisierungsversuche sind schwierig und können an unterschiedlichen Kriterien ansetzen. Eine relativ einfache Unterscheidungslogik bietet hierbei der Ort der Angebotserbringung. Grob unterschieden werden können ortsungebundene Formen sowie ortsgebundene Formen der Kinder- und Jugendarbeit, deren Größe und pädagogische Konzeption weiterhin noch erheblich variieren können. In dem nachfolgenden B[...]
Der vorliegende Beitrag bestimmt Partizipation als Kernaufgabe und zentralen Handlungsmodus der Kinder- und Jugendarbeit, da sich in diesem Begriff die Bedeutung von Demokratiebildung mit der Verwirklichung von Mitwirkungsund Beteiligungsrechten von Kindern und Jugendlichen verbindet. Dementsprechend werden sowohl Teilhabe als auch Teilnahme als Facetten von Partizipation erörtert und der Begriff wird im Hinblick auf unterschiedliche sozialpädagogische Handlungsfelder konkretisiert. Ausgehend vo[...]
Ein Zusammenspiel von Lebensräumen, Gesellschaftlichkeit und Partizipation steht im Mittelpunkt jeder pädagogischen Praxis in den Kommunen. Die Entwicklung junger Menschen bei diesem Zusammenspiel zu unterstützen ist das Anliegen der Jugendarbeit. Das ist die Ausgangsthese von Stephan Maykus im dritten Beitrag. Er umreißt eine kommunale Sozialpädagogik, welche die konzeptionelle Basis von Kinder- und Jugendbildung in Stadtteilen und Gemeinden ist. Maykus reflektiert die pädagogische Qualität von[...]
Stephan Maykus, ebenfalls Mitglied der Expertenkommission, kommentiert in diesem Beitrag den Teil des 15. Kinder- und Jugendberichts, der eine der zentralen Lebenswelten Jugendlicher in den Blick nimmt: die zuletzt sehr expansive Schule in Form der Ganztagsschule. Die Sachverständigenkommission kommt bei ihrer Bestandsaufnahme zur Ganztagsschule zu einer relativ bescheidenen Bilanz. Allerdings hatte die zunehmende Verschulung des Jugendalters weitreichende Auswirkungen auf die generationale Lage[...]
Die verfasste Bachelorarbeit verknüpft in Form der "Offenen Kinder- und Jugendarbeit" sowie dem Aspekt der "Migration", zwei relevante Bereiche, die in der Sozialen Arbeit wesentlich thematisiert werden. Beide Hauptthemenschwerpunkte dieser Arbeit basieren auf einem Facettenreichtum ihrer Spezifika. Auf Grundlage der Tatsache, dass das Jugendzentrum des "Stadtteiltreff Haste" in Osnabrück, einen Besucheranteil von ca. 90% von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund aufweist, befasst s[...]




