Die Metropole Ruhr steht beispielhaft für Herausforderungen und Chancen einer sozialräumlich vielfältigen Bildungsregion. In zahlreichen Kooperationen fördern Wissenschaft und Praxis gemeinsam Bildungsprozesse. In sechs Themenbereichen – Schulentwicklung im Sozialraum, kooperative Unterrichtsentwicklung, Sprachbildung und Mehrsprachigkeit, digitale Medien, videobasierte Lehrkräftebildung, Talentförderung – wird mit diesem Sammelband dokumentiert, wie Wissenschaft und Praxis gemeinsam zur Entwick[...]
Mit diesem Artikel wollen wir einen Einblick in das sehr frühe Stadium eines DFG-geförderten Forschungsprojekts und in unsere Überlegungen zu einer kritisch-selbstreflexiven Forschungshaltung geben. Es wird der Frage nachgegangen inwiefern die konzeptuelle Anlegung eines Projekts zur Untersuchung von Interaktionen von neosalafistischen, delinquenten und nichtdelinquenten Jugendlichen in marginalisierten Stadtgebieten bereits spezifische Problematisierungen und Wissenskulturen in sich trägt. Nach[...]
Für die wissenschaftliche Analyse im Kontext Sozialer Medien wird das Forschungsprogramm der Wissenssoziologischen Diskurs- und Dispositivanalyse (WDDA) entfaltet und adaptiert. Nach einer methodologischen Verortung im interpretativen Paradigma werden Diskurs, Dispositiv, Macht und Sozialraum als zentrale theoretische Bezugs-punkte präzisiert. Im Anschluss wird das Forschungsdesign als «fokussierte Diskurs- und Dispositivethnographie» konkretisiert. Die methodische Umsetzung umfasst die heuristi[...]
Am Thema «IT-Sicherheit» wird das Verhältnis zwischen Medienbildung und Informationstechnischer Bildung diskutiert: IT-Sicherheit ist Voraussetzung für das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Die Struktur des Internet macht es dabei notwendig, auf den Selbstschutz der Nutzerinnen und Nutzer zu setzen. Die Fähigkeit zum Selbstschutz muss durch Sicherheitsbewusstsein ergänzt werden. Man benötigt ein adäquates Modell von Computern und Computernetzen, um die Offenheit dieses neuen «Kommunika[...]
Jonas Metzger widmet sich in diesem Beitrag der Bedeutung des Sozialraums für das Alter(n). In Anbetracht einer sich anbahnenden Pflegekatastrophe und der Behäbigkeit der Pflegereformen ist inzwischen klar, dass der entstehende Unterstützungsbedarf für Menschen mit Demenz von den aktuellen Unterstützungsstrukturen (sowohl den professionellen, als auch den informellen) kaum bewältigt werden kann. In diesem Aufsatz wird die Bedeutung des Sozialraums für eine alternde Gesellschaft sowie die Möglich[...]
Das Studium unter den Bedingungen der Corona-Pandemie ist durch zahlreiche, vorwiegend quantitative Studien untersucht worden. Der Beitrag wirft einen qualitativen Blick auf die Erfahrung der Studierenden und Lehrenden der Studiengänge Pädagogik und Ingenieurpädagogik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Aspekte eines (teil-)digitalisierten Studiums werden in einem Schreibgespräch erörtert und durch Aussagen aus Interviews belegt. So zeigt sich, dass frontale Lehrangebote von digital-[...]
Im Mittelpunkt des Beitrags steht das von der Autorin entwickelte Projekt „Ich kann!“,bei dem sich Grundschüler:innen, vom Unterricht ausgehend, sozial in einem Pflegeheim engagieren und ihr Engagement bei einem außerschulischen Bildungsseminar politisch reflektieren. Zunächst wird dargestellt, dass es sowohl der schulischen als auch der außerschulischen politischen Bildung an Sichtbarkeit im Grundschulbereich fehlt und insbesondere die Ganztagsbildung als unterschätzt beschrieben werden kann. D[...]
Literatur: - Brock, T., Möhring, M., & Roeske, A. (2024). Alles eine Frage der Haltung?! Zur Entwicklung eines haltungssensiblen Fortbildungscurriculums für Fachkräfte der Jugendarbeit im digitalen Zeitalter. deutsche jugend 4/2024. - Koberg, H. (2024). GRENZENLOS: HYBRIDES DENKEN ALS CHANCE FÜR DEN UMGANG MIT JUGENDLICHEN UND IHREN MEDIEN. jugendarbeit: optimistisch und solidarisch. - Lefebvre, H. (1974). La production de l’espace. L’Homme et la société, 31(1), 15–32. - Löw, M. (2001). Raumsozi[...]




