Geschlechtergerechtigkeit bleibt eine Aufgabe der Jugendhilfe für die Zukunft. Wird der Bildungsauftrag der Jugendhilfe neu formuliert und der Beitrag der Jugendhilfe zu Bildungsprozessen im lebenslangen Lernen, zur geschlechter- und generationsgerechteren Gestaltung des Lebens, zu Partizipation und Engagement in der Wissens- und Informationsgesellschaft heute bestimmt, ist es notwendig, auch die sozialstaatliche Seite der Gewährleistung und das Wächteramt in den Strukturmaximen der Jugendhilfe [...]
Hunsicker entwickelt eine psychoanalytische Theorie der Adoleszenz und kombiniert diese mit dekonstruktivistischer Geschlechtertheorie. Auf dieser Basis kritisiert er eine Jungenarbeit, die eine Stabilisierung männlicher Identität anstrebe und keine umfassende (selbst-)kritische Reflexion von Geschlechterhierarchien, -dualismen und -zuschreibungen praktiziere. Daraus entstehe eine Reproduktion von Geschlechternormen und innermännlichen Hierarchien, was die Entwicklung von Reflexivität und Autono[...]
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Queertheoretische Fundierungen kritischer Jungen*- und Männer*arbeit finden sich in Theorie und Praxis noch wenig. Der vorliegende Text soll hierauf aufmerksam machen und Impulse für die queertheoretische Reflexion kritischer Jungen*- und Männer*arbeit geben. Hierzu wird nach einer Klärung zentraler Begriffe der aktuelle Forschungsstand skizziert. Darauf aufbauend wird ein Rahmenmodell konturiert, mit dem Ziel Anstöße zur queeren Reflexion kritischer Männer*arbeit zu geben. In der Dimension von [...]
Im Transfer von Erfahrungen aus der Jungenarbeit wird diskutiert, was das »Kritische« der Männer‑/Väterarbeit in der Migrationsgesellschaft sein kann. Es werden einige grundlegende Fragen professioneller Sozialer Arbeit mit Vätern im Migrationskontext thematisiert. Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen der Väterlichkeitsforschung und -arbeit werden im Kontext des intersektionalen Zugangs präsentiert, der Prozesse des Zusammenwirkens der Differenzlinien Geschlecht, Ethnizität und Klasse usw. re[...]
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der genderreflektierenden Jugendarbeit. Ausgehend von aktuellen Theorien und Texten zur Jugend, zur Jugendarbeit und zu verschiedenen Modellen der Geschlechterforschung, steht im Mittelpunkt des Forschungsinteresses die Frage nach der Aktualität und der Notwendigkeit dieses Teilbereichs der Jugendarbeit. Weiters wird nach möglichen Widerständen und Problemen gefragt. Fokussiert werden dabei die Ansichten von PraktikerInnen über die Situ[...]
Vor dem Hintergrund öffentlicher Diskurse um die angebliche Rückständigkeit geschlechtlicher Rollenver- ständnisse bei männlichen Migranten zeigt die vorliegende Arbeit, dass soziale Ungleichheit und nicht etwa die Kultur als wesentliche Einflussgröße bei aggressiv-maskulinem oder frauenabwertendem Verhalten in Erscheinung tritt. Eben solche Handlungsmodi der subjektiven Lebensbewältigung können durch die offene Kinder- und Jugendarbeit mit ihrem non-formalen Bildungsauftrag professionell bearb[...]




