Diese Arbeit nimmt die Lebenswelt der Mädchen in der heutigen Zeit und Gesellschaft in den Blick und analysiert in diesem Zusammenhang ob und wie parteiliche Mädchenarbeit möglich oder sogar notwendig ist. Entlang der Fragestellung, wie parteiliche Mädchenarbeit gestaltet sein muss damit sie, angepasst an die heutige Gesellschaft, den Mädchen und ihren Bedürfnissen gerecht wird, orientieren sich die theoretischen Überlegungen schwerpunktmäßig an den identitätsrelevanten Lebensbereichen von Mädch[...]
In der pädagogisch - therapeutischen Arbeit mit dem Medium Pferd können in einem ganzheitlichen Erlebnisraum psychische, sensomotorische, soziale und kognitive Aspekte angesprochen werden. Indem Prämissen der feministischen Mädchenarbeit in diese Arbeit mit einfliesen, wird die Wahrnehmung der Mädchen als auch Handelnde, die Komplexität von Lebenszusammenhängen und das Mitgestaltungsrecht der Mädchen betont. Vor diesem Hintergrund ergeben sich die Chancen, die Mädchen mit Gewalterfahrung in der [...]
Feministische Theoriebildung trägt zu einem Wahrnehmen und Hinterfragen des hierarchischen Geschlechterverhältnisses bei und hat Einfluss auf Theorie und Praxis außerschulischer Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen. Vor diesem Hintergrund wird in der vorliegenden Arbeit auf aktuelle poststrukturalistische feministische Argumentationen Bezug genommen, denn der poststrukturalistische Feminismus findet bisher kaum Beachtung in Diskussionen um Mädchenarbeit. Dies ist insofern verwunderlich, als mit [...]
Die Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit wünschte sich ein Update für die Mädchen*arbeit in NRW. In einem dreijährigen Prozess ist eine 115-seitige Handreichung entstanden, in der die gesellschaftlichen Themenfelder „Rassismus“ und „Vielfalt von Geschlecht“ miteinander verknüpft werden. Unter (queer)feministischen und differenzreflektierten Perspektiven versteht sich die Handreichung als ein Impuls für die Qualitätsentwicklung in der Mädchenarbeit. Intendiert ist, eine Praxis der antirassisti[...]
Der Themenkreis Gender und Soziale Arbeit hat viele Facetten. Anhand von Beiträgen aus unterschiedlichen Bereichen des Forschungsschwerpunkts „Gender und Transkulturalität“ der KFH NW reißt dieser Band wichtige Probleme an, beleuchtet zentrale Positionen, zeigt Perspektiven. Die Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen ist die grösste private und zugleich staatlich anerkannte Hochschule in kirchlicher Trägerschaft für die Fachbereiche Sozialwesen, Gesundheitswesen und Theologie an vier Abt[...]
Bei der Betrachtung von Jugend- und Musikkulturen wird schnell klar, dass diese wichtigen Sozialisationsinstanzen fast immer Jungen1- bzw. in Folge dessen Männerkulturen sind. Welch bedeutende Rolle Musik innerhalb des jugendkulturellen Sozialisationsprozess spielt heben die Herausgeber von ‚but I like it. Jugendkultur und Popmusik‘ (1998) über den vielzitierten Satz: „Sag mir, welche Musik du hörst, und ich sage dir, wer du bist“ hervor. Neben dem Wirken geschlechtsspezifischer Mechanismen in J[...]
Ausgangspunkt des angestrebten Artikels ist der oft thematisierte und pauschalisierte Konflikt um und über feministische Zugänge und Generationenverhältnisse in der Mädchen_arbeit. Ziel des Beitrages ist es, auf Basis der Analyse von Geschlecht und Generation im Kontext feministischer Mädchen_arbeit – als exemplarische Protestpraxis – strukturelle Bedingungsfelder intergenerativer Verständigung und Bezugnahmen zu diskutieren. Dabei handelt es sich um den Versuch einer theoretischen Auseinanderse[...]
Die »Mädchenarbeit« ist in den vergangenen Jahren in die Defensive geraten. Gesellschaftliche Veränderungen wie Gender Mainstreaming oder die Diskussion um ›arme Jungs‹ setzen die geschlechterreflektierende Arbeit mit Mädchen unter Legitimationsdruck. Auch wissenschaftliche Diskurse um Dekonstruktion und Intersektionalität stellen die Frage, an wen sich Mädchenarbeit heute richten kann. Im Themenraum von Gender, Klasse, Migration und Ethnizität reflektieren die Autorinnen und Autoren dieses Samm[...]




