Die Gesellschaft der Medienpädagogik ist tiefgreifend von digitalen Anwendungen geprägt, die subjektive Handlungs- und Entscheidungsspielräume durch designte Vermittlungsweisen und Aufforderungsstrukturen konfigurieren. Der Beitrag integriert Medien- und Designtheorie und entwirft auf diese Weise eine medienpädagogische Theorie der digitalen Gesellschaft. Dazu wird die Gesellschaft der Medienpädagogik zunächst aus Sicht der Medientheorie diskutiert. Der Blick auf klassische Medientheorien illustriert, (...)
Relevant für die Medienpädagogik ist Design, weil es über die Gestaltung von Medien und Prozessen Strukturen des Handelns und Denkens konfiguriert und hervorbringt. Insbesondere das Interaktionsdesign digitaler Technologien ruft bestimmte Nutzer:innen an, macht Identitätsangebote und offeriert Sinndeutungen und Gesellschaftsentwürfe. In dem Beitrag werden aus designhistorischer Perspektive die programmatischen Gesellschaftsentwürfe und pädagogischen Imaginationen von der Industrialisierung bis zur (...)
Organisationen und Medien sind nicht erst im Zuge digitaler Transformation eng miteinander verflochten. Dieser einleitende Beitrag diskutiert Wechselwirkungen zwischen Digitalisierung, organisationalen Strukturen und medialen Praktiken aus medien- und organisationspädagogischer Perspektive und plädiert für deren Verschränkung, um die Entwicklung neuer Analysezugänge zu ermöglichen. Organisationen fungieren als zentrale Akteure sozialer Ordnung, indem sie Zugänge zu gesellschaftlicher Teilhabe regulieren (...)
Wii mit Senioren erproben ; Dokumentation einer explorativen Studie im Rahmen eines Seminar-Projekts
Der Einsatz von E-Portfolios in Bildungsinstitutionen liegt klar im Trend. Damit die daran geknüpften Erwartungen auch erfüllt werden, ist neben einer technischen auch zwingend eine inhaltliche Einführung Lernender in die Ziele und Hintergründe der E-Portfolio-Arbeit notwendig. Der vorliegende Beitrag gibt einen Einblick in die (Weiter-) Entwicklung des Online-Kurses «E-Portfolios: Einführung in die Dokumentation und Selbstbeurteilung von Lernprozessen». Besonderes Augenmerk legen wir in diesem Beitrag (...)
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Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International. Copyright (c) 2023 Karola Cafantaris, Nina Brandau, Sigrid Hartong ; Ausgehend von der Frage, wie das Thema Nachhaltigkeit im aktuellen Diskurs über Schulentwicklung in der digitalen Welt eingebettet ist, schlägt der Beitrag ein alternatives Verständnis von Nachhaltigkeit digitaler Schulentwicklungsprozesse vor. In Rückgriff auf bisherige Programme digitaler Schulentwicklung und bildungspolitische Agenden wird eine (...)
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Untersucht wird, inwieweit handlungsorientierte Seminare Lehramtsstudierende befähigen, philosophische Tiefenstrukturen in der Auseinandersetzung mit KI zu erreichen. Datengrundlage bilden 13 Podcast-Diskussionen (N = 50) aus zwei Seminaren an der Universität Regensburg. Mittels eines computationalhermeneutischen Verfahrens wurde die semantische Nähe der Transkripte zu Theoriekonzepten erfasst und durch eine Tiefenmessung ergänzt, die zwischen thematischer Berührung und konzeptueller Durchdringung (...)
Der Beitrag zeigt ein Defizit auf, das in der Medienpädagogik darin besteht, in ihren Überlegungen zur Medienkompetenz die allen Umgang mit Medienbotschaften fundierende Fähigkeit zu vernachlässigen, Medientexte zu decodieren und zu verstehen. Es wird aufgezeigt, wie dieses Defizit mit der Einsicht in der medienpädagogischen Mediendidaktik in Konflikt steht, mediale Zeichenkompetenz als fundamentale Medienkompetenz zu konzeptualisieren und empirisch zu erforschen. Aus deutschdidaktischer Perspektive (...)
Zusammenfassung Mädchen und Frauen, die ungewollt schwanger werden und eine Abtreibung durchführen lassen, sind von Stereotypisierung und Stigmatisierung betroffen: Typischerweise schreibt man ihnen Leichtsinn und Verantwortungslosigkeit zu (sonst hätten sie sich ja nicht „in diese Lage gebracht“) sowie Kaltherzigkeit und Egoismus (sonst würden sie ja nicht „einfach ungeborenes Leben töten“). Um diesem Abtreibungsstigma entgegenzuwirken, die realen Lebenslagen der Betroffenen sichtbar zu machen und (...)
Digitale Grundbildung in der Primarstufe setzt das Zusammenwirken von Didaktik, Lehrkräfteprofessionalisierung und Schulentwicklung voraus. Der Beitrag versteht Digitale Grundbildung als grundlegende Bildung in der Digitalität, die Reflexion, Analyse, Nutzung und Gestaltung digitaler Phänomene verbindet. Er entwickelt eine komplementäre Modelltrias: Das RANG-Modell bestimmt die inhaltlich-didaktische Orientierung, das IPRO-DiG-Modell beschreibt professionelle Voraussetzungen von Lehrkräften und ihre (...)
Untersucht wird, inwieweit handlungsorientierte Seminare Lehramtsstudierende befähigen, philosophische Tiefenstrukturen in der Auseinandersetzung mit KI zu erreichen. Datengrundlage bilden 13 Podcast-Diskussionen (N = 50) aus zwei Seminaren an der Universität Regensburg. Mittels eines computational-hermeneutischen Verfahrens wurde die semantische Nähe der Transkripte zu Theoriekonzepten erfasst und durch eine Tiefenmessung ergänzt, die zwischen thematischer Berührung und konzeptueller Durchdringung (...)
Schreiben und Rechtschreiben zu lernen, ist ein wesentliches Ziel der Grundschulbildung und sollte mit innovativen Ansätzen, wie der Anwendung von Learning-Analytics-Verfahren, angereichert werden. Ziel dieses Beitrags ist es, sowohl die kostenlose webbasierte Plattform www.iderblog.eu auf Basis des "Bewertungsnetzes für digitale Lernangebote" (Widmer et al., 2024) vorzustellen als auch das dazugehörige Erweiterungsprojekt zur Gamification zu skizzieren. Der Beitrag zeigt, dass durch die Kombination (...)
Der Beitrag untersucht die Einbettung von Memes in den (Deutsch-)Unterricht der Grundschule mithilfe der Akteur-Netzwerk-Theorie. Auf Basis erster Feinanalysen aus einem Projekt mit vier Klassen (2.–6.)1 werden Netzwerkstrukturen aus Memes und Plattforminteraktionen rekonstruiert, um die Verschränkung von Schul- und Peerkultur zu untersuchen. (DIPF/Orig.)




