Zeitstrukturen haben - vor allem durch technisch-mediale Entwicklungen im Zuge der Entfaltung moderner Gesellschaften - zunehmend einen Einfluss auf Bedingungen des selbstbestimmten Handelns. Auf Grundlage dieser Beobachtung stellt Christian Leineweber die Frage nach dem Verhältnis von Selbstbestimmung und Zeit. Mit einem Blick auf die Verzeitlichung der Bildung sucht er eine bildungstheoretische Antwort auf diese Frage im Feld der Medienpädagogik.
Im Laufe ihrer Geschichte haben die Cultural Studies viele begriffliche Interventionen erfahren, die die kritische Schärfe dieses Projekts weitergebracht haben. So begründet dieser Band ausgehend von der Sprachphilosophie John L. Austins und dem performative turn in den Kultur- und Medienwissenschaften sowie unter Einbeziehung der Arbeiten Michel Foucaults und Judith Butlers den Begriff der »performativen Kritik« und erschließt ihn für Kultur- und Medienanalysen in der Tradition der Cultural Stu[...]
Der vorliegende Beitrag entfaltet folgenden gedanklichen Weg. Ausgehend von dem Phänomen Quantified Self wird die Frage nach dem Selbst, das durch Self-Tracking erfasst werden soll, gestellt. Diese Frage ist historisch eng mit der Selbstsorge verknüpft. Sowohl die Selbstsorge als auch das moderne Self-Tracking zielen entweder auf Selbsterkenntnis ab oder setzen diese voraus. Das, was es als Selbst zu erkennen gilt, hat in der griechischen Antike einen anderen Charakter als in der römischen. Exem[...]




