Die Pädagogik wird gern als »Feuerwehr« für akute Probleme instrumentalisiert. Gerade problematische Zielgruppen sind jedoch schwer zu erreichen. Dementsprechend wurden schon vor einiger Zeit offene und niedrigschwellige Angebote wie bspw. die Straßensozialarbeit entwickelt. Erfahrungen der Praxis und wissenschaftliche Forschungen zeigen, daß rein verhaltensorientierte Interventionen nur begrenzt handlungswirksam werden. Wenn hingegen das Handlungsumfeld einbezogen wird, erhöht sich die Chance v[...]
Die Digitalisierung verändert möglicherweise die Hochschulbildung für Soziale Arbeit in vielfältiger Weise. Dabei können neue oder veränderte Strukturen, Bildungsformate und Prüfungsmodalitäten in Erscheinung treten. Was potentiell neue Anforderungen und Erwartungen an Bildungsprozesse sowohl für Lehrende als auch Lernende und Dritte nach sich zieht. In diesem Sammelband befassen sich Autor:innen aus Wissenschaft und Forschung mit aktuellen und zukünftigen Entwicklungen, Konzepten und Perspektiv[...]
Ausgehend von zwei Forschungsprojekten in Deutschland und der Schweiz werden Praktiken der Raumherstellung aufsuchender Sozialarbeit rekonstruiert. Der nationalstaatliche Kontext erweist sich dabei gegenüber den unterschiedlich gelebten Fachlichkeiten als weniger wirkmächtig. Diese unterschiedlichen Fachlichkeiten zeigen sich vor allem im gegensätzlichen Umgang mit ordnungspolitischen Aufträgen. In der Praxis zeigt sich eine Form dieses Umgangs in einer starken Ausrichtung an Orten (Ortszentrier[...]
Der Beitrag behandelt die Bedeutung einer biografischen Orientierung für die Soziale Arbeit und zeigt anhand von Materialien aus studentischer Forschung, wie eine solche im Prozess der Professionalisierung entwickelt werden kann. An Fallbeispielen wird verdeutlicht, wie Abläufe und Problemstellungen professionelles Handeln zum Analysegegenstand einer von (angehenden) Praktikerinnen selbst betriebenen rekonstruktiven Forschung und Selbstreflexion werden können und wie dabei etwas für die Soziale [...]
Die Bestandsaufnahme von Digital Streetwork-Projekten im deutschsprachigen Raum zeigt eine vielfältige Landschaft. Diese Projekte richten sich hauptsächlich an junge Menschen und decken Themen wie Extremismus, Sucht, Glücksspiel und Wohnungslosigkeit ab. Viele Digital Streetwork Projekte nutzen Instagram, gefolgt von Facebook und YouTube, um ihre Zielgruppen anzusprechen, wobei auch Nischenforen und Content Creation zum Einsatz kommen. Die Digitalisierung aufsuchender Sozialarbeitsangebote teilt[...]
Das Digitalzeitalter fordert die Soziale Arbeit heraus, nicht nur bestehende Probleme zu adressieren, sondern aktiv an der #GesellschaftsBildung teilzunehmen. Im Rahmen dieser Entwicklungen vereint der Sammelband 15 Beiträge aus der Forschung und Praxis Sozialer Arbeit, die Einflüsse technologischer Entwicklungen auf die Profession und das soziale Handeln in den Blick nehmen. Neben dem konkreten Einsatz digitaler Werkzeuge steht vor allem die aktive Gestaltung digitaler Räume und die professione[...]
Der Kinder- und Jugendreport 2019 ist das Ergebnis des Monitorings des Amtes für Jugend, Familie und Bildung aus dem Blickwinkel einer Integrierten Kinder- und Jugendhilfeplanung und bildet die Leistungen und Angebote für junge Menschen und Familien in der Stadt Leipzig ab. Der Bericht fasst dabei Daten aus Prozessen der Jugendhilfe und deren organisatorischen Einheiten zusammen und beinhaltet eine Bilanz mit Jahresdaten bis zum Jahr 2018 und diverse Zeitreihen der einzelnen Leistungsfelder mit [...]
Bericht der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes „Digital Streetwork" für das Jahr 2022. „Digital Streetwork“ (DSW) startete im Sommer 2021 als Modellprojekt in Kooperation des Bayerischen Jugendringes (BJR) mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Der BJR ist der Träger des Projektes und das JFF für die fachliche und wissenschaftliche Begleitung zuständig. Gefördert wird das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales als Bes[...]
Die Schulabbruchrate von wohnungslosen Jugendlichen übertrifft die durchschnittliche Abbruchrate in Deutschland um fast das Fünffache. Bei der Betrachtung der schulischen Erfahrungen der Jugendlichen wird deutlich, dass diese überwiegend negativ sind und dass die Jugendlichen folglich eine Abneigung gegen das Regelschulsystem entwickelt haben. Mit dem Ziel, ihnen das Nachholen eines Schulabschlusses zu ermöglichen, wurden Straßenschulen gegründet. Deren gute Erfolgsquoten wiederum zeigen, dass R[...]
Aktuelle Ansätze der Kinder- und Jugendarbeit in der Digitalität stehen im Fokus dieses Sammelbandes. Nach Jahren der Arbeit von Pionier*innen finden sich in den verschiedenen Handlungsfeldern zwischenzeitlich differenzierte Konzepte, wie eine (post-)digitale Kinder- und Jugendarbeit begründet und umgesetzt werden kann und sollte. Im Sammelband werden diese Entwicklungsstränge zu einem Gesamtbild zusammengetragen. Ausgehend von konzeptionellen Betrachtungen wird praxisorientiert dargelegt, was D[...]




