Zusammenfassung: Zielsetzung: Ausgehend von der Veröffentlichung der dritten Ausgabe des Buchs „Alkohol: Kein gewöhnliches Konsumgut“ haben die Autor_innen die Umsetzung kosteneffektiver alkoholpolitischer Maßnahmen in Deutschland bewertet. Methodik: Aktuelle gesetzliche Regelungen und Praktiken zu Maßnahmen aus vier Bereichen wurden gesichtet: (1) Preispolitische Maßnahmen; (2) Regulation der Verfügbarkeit alkoholischer Getränke; (3) Beschränkungen des Alkoholmarketings; sowie (4) Maßnahmen zur (...)
Der Gesetzgeber hat das Gefährdungspotenzial von Geldspielautomaten in Spielhallen erkannt und im GlüStV sowie in Spielhallengesetzen differenzierte Maßnahmen zum Jugend- und Spielerschutz festgelegt. Zielsetzung: In der vorliegenden Untersuchung wird die Compliance der Mitarbeiter in Bremer Spielhallen überprüft. Methode: Testspieler und Beobachter haben 29 von 111 Spielhallen in Bremen (26 %) aufgesucht, Alterskontrollen erfasst, Merkmale problematischen Spielverhaltens simuliert, Spielsperren (...)
Zusammenfassung Ausgewählte Beiträge eines internationalen Reviews zu schulbasierten Präventionsansätzen werden vorgestellt. Aufgrund ihrer Wirksamkeit werden 2 internationale Ansätze dargestellt. Ergänzend werden 5 z.T. evaluierte Ansätze des deutschen Sprachraumes beschrieben. Um einer subklinisch exzessiven Nutzungsgruppe ein benötigtes präventives Angebot zur Verfügung zu stellen, wurde von der Ambulanz für Spielsucht Mainz ein Medientraining konzipiert. Dieser verhaltenstherapeutische Präventionsansatz (...)
Zusammenfassung Der zunehmende Konsum von E-Zigaretten und Nikotinbeutel, schon im Kindes- und Jugendalter, ist aus der Sicht von Prävention und Jugendschutz alarmierend. Der Verkauf dieser Produkte an Kinder und Jugendliche ist in Deutschland illegal. Für E-Zigaretten gilt, dass diese ausschließlich an Erwachsene verkauft werden dürfen. Im Gegensatz dazu sind Nikotinbeutel in Deutschland überhaupt nicht verkehrsfähig, d.h. sie dürfen ganz unabhängig vom Lebensalter an niemanden legal verkauft werden. (...)
Zusammenfassung Von Herzinfarkten und Krebserkrankungen über Lungenschäden und Nierenfunktionsverlust bis hin zu Stoffwechsel- und hormonellen Störungen: Die gesundheitlichen Folgen des Rauchens betreffen sämtliche Bereiche der Inneren Medizin. Daher fordert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) im Namen aller Internistinnen und Internisten deutlich strengere Regeln für Tabak-, Nikotin- und Vape-Produkte. Die Fachgesellschaft fordert anlässlich der Tabak-Konferenz der Weltgesundheitsorganisation (...)
Zusammenfassung Mit dem vorliegenden Beitrag werden erstmalig für Österreich repräsentative Trends zum Glücksspielverhalten der Bevölkerung (14–65 Jahre) veröffentlicht. Es wurden zu 2 Zeitpunkten die Glücksspielteilnahme und das Ausmaß glücksspielbedingter Probleme sowie die Akzeptanz von Maßnahmen des Spieler- und Jugendschutzes erhoben. Die Datenerhebung erfolgte in Form von computergestützten telefonischen Interviews (CATI, Festnetz und mobil). Die Fallzahl beträgt für das Jahr 2009 6 300 und (...)
Zusammenfassung Hintergrund Mit dem Ziel des Jugendschutzes fordert die Weltgesundheitsorganisation, Filme mit Rauchszenen als ungeeignet für Jugendliche einzustufen. Der Konsum von Filmen erfolgt in den letzten Jahren – noch einmal verstärkt durch die COVID-19-Pandemie – zunehmend über Videostreamingdienste, was den Jugendschutz vor neue Herausforderungen stellt. Fragestellung Die Häufigkeit des Rauchens in Netflix-Spielfilmen sollte erhoben und die Altersempfehlungen für Netflix-Produktionen mit (...)
Zusammenfassung Hintergrund Mit dem Ziel des Jugendschutzes fordert die Weltgesundheitsorganisation, Filme mit Rauchszenen als ungeeignet für Jugendliche einzustufen. Der Konsum von Filmen erfolgt in den letzten Jahren – noch einmal verstärkt durch die COVID-19-Pandemie – zunehmend über Videostreamingdienste, was den Jugendschutz vor neue Herausforderungen stellt. Fragestellung Die Häufigkeit des Rauchens in Netflix-Spielfilmen sollte erhoben und die Altersempfehlungen für Netflix-Produktionen mit (...)
Zusammenfassung Ziel Für Deutschland lagen keine Tabak- und Alkoholverbrauchsschätzungen aufgrund von Vermarktungsdaten vor, die öffentlich und für Analysen zeitlicher Trends geeignet sind. Entwicklungen der Tabak- und Alkoholkonsummengen in Deutschland für die Jahre 1950–2014 sollten geschätzt werden. Methodik Daten über den Tabak- und Alkoholverbrauch der Bundesrepublik Deutschland pro Kalenderjahr von 1950 bis 2014 zu Reinalkoholmengen wurden aufgrund von Meldungen der Produzenten von Bier, Wein (...)
Zusammenfassung Hintergrund Um die Exposition Jugendlicher mit Rauchszenen in Filmen zu verringern, hat die Weltgesundheitsorganisation dazu aufgerufen, Filme mit Rauchszenen als ungeeignet für Jugendliche einzustufen. Ziel Prüfung der Frage, ob diese Empfehlung in Deutschland und den USA umgesetzt wird, durch einen Vergleich der Altersfreigaben von Filmen mit und ohne Rauchszenen in beiden Ländern. Methode Auswahlkriterium für die Filme war das Einspielergebnis in deutschen Kinos im Jahr 2019. Inhaltsanalysiert (...)
Zusammenfassung E-Zigaretten werden v. a. von Jugendlichen und jungen Erwachsenen konsumiert. Aromen in E-Zigaretten erhöhen deren Attraktivität und fördern den Einstieg von Jugendlichen und Erwachsenen in den Konsum. Dadurch werden insbesondere junge Menschen dem Risiko einer Nikotinabhängigkeit und vielfältigen toxischen Substanzen aus dem Aerosol der E-Zigaretten ausgesetzt. Es gibt Hinweise, dass verschiedene Aromen in E-Zigaretten gesundheitsschädlich sind, wobei für die Mehrheit der Aromen (...)
Zusammenfassung Hintergrund Sowohl der Bekanntheitsgrad als auch die Nutzung von elektronischen Zigaretten (E-Zigaretten) sind in den vergangenen Jahren rapide angestiegen. Der gesundheitliche Nutzen eines Umstiegs von Tabakprodukten auf E-Zigaretten sowie das bisher ungeklärte Langzeitrisiko des Konsums führten zu einem Public Health-Dilemma. Methodik Qualitative explorative Inhaltsanalyse der Freitexte von 1969 aktuell E-Zigaretten konsumierenden Personen, die an einer Online-Befragung zu Konsumgewohnheiten (...)
Anhand von vier Fallbeispielen aus den 1960er- bis 1990er-Jahren, in denen Jugendliche ein Kapitalverbrechen begangen haben, geht der Beitrag Fragen der stationären Unterbringung dieser "Schwierigsten der Schwierigen", der forensischen Begutachtungspraxis und therapeutischer Massnahmen und ihrer jeweiligen Entwicklung nach. Dabei zeigen sich nach einer Öffnungsphase um 1970 neuerliche Abschliessungstendenzen im Massnahmenvollzug an Jugendlichen im Verbund mit einem abgestuften Vollzugssystem sowie (...)
Diese vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des „Kinderinfluencings“ und die damit verbundenen Herausforderungen und Probleme bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren in Deutschland. Im Fokus stehen die rechtlichen, psychologischen und sozialen Aspekte sowie der Kinder- und Jugendschutz. Durch eine Kombination aus Literaturrecherche und qualitativen Experteninterviews werden die Auswirkungen auf Persönlichkeitsrechte, persönliche Entwicklung und die Eltern-Kind-Beziehung analysiert. Ergänzend (...)
Die angespannte Haushaltslage der Stadt Halle (Saale) bringt Träger der freien Jugendhilfe in den Leistungsbereichen der §§ 11–14 sowie des § 16 SGB VIII in eine existenzielle Lage. Seit Monaten arbeiten Einrichtungen ohne gesicherte Finanzierung undgeplante Kürzungen gefährden jene Angebotslandschaft, die für Kinder, Jugendliche und Familien in vielen Sozialräumen zentrale soziale Funktionen übernimmt. Erste Einrichtungen sehen sich gezwungen, ihre Angebote zu reduzieren oder einzustellen; Fachkräfte (...)
Dr. Susanne Eggert ist fachliche Direktorin des JFF – Institut für Medienpädagogik und Mitglied der Unabhängigen Expert*innenkommission Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt. Sie fasst in dieser Folge die Essenz der 56 Handlungsempfehlungen zusammen, die am 24. Juni der Bundesregierung vorgelegt wurden. Außerdem sprechen wir darüber, wie es jetzt weitergeht und was die deutsche bzw. europäische Politik aus den Handlungsempfehlungen machen wird. Handlungsempfehlungen
Vier Monate nach unserem letzten Gespräch gibt es heute ein Update: wie ist die Stimmung in Australien nach Durchsetzung des School Phone Ban und des Social Media Ban und welche Schlüsse können wir in Deutschland daraus ziehen? Außerdem wird der Bericht der unabhängigen Expertenkommission ,Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt' eingeordnet, der letzte Woche erschienen ist, sowie das Statement der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) dazu. https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/themen/kinder-und-jugend/expertenkommission-kinder-und-jugendschutz-in-der-digitalen-welt (...)
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/027150/2025-12-09/
Die bewährte Viersäulenpolitik ist seit 2011 zusammen mit der heroingestützten Behandlung im Betäubungsmittelgesetz verankert und die Arbeitsteilung zwischen Bund und Kantonen darin geregelt. Die Cannabispolitik hingegen ist gescheitert. Probleme bestehen in der ungleichen Versorgung mit wissenschaftlich nachweislich wirksamen Behandlungsoptionen und niederschwelligen Angeboten auf kantonaler und regionaler Ebene. Ob den im Gesetz verankerten Verbesserungen des Jugendschutzes und dem Ordnungsbussenmodell (...)
Jugendschutz im Internet ist komplex und bedarf entsprechend wohlüberlegter Regeln und Regulierungsmechanismen. Wie die Debatte in deutschen und Schweizer Medien darüber geführt wird, zeigt eine Studie von Christian Wassmer.
Trotz intensiver theoretischer Diskussionen über den Begriff Medienkompetenz liegen bis anhin kaum empirisch validierte Messinstrumente zur empirischen Erfassung dieser Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen vor. Die bestehenden Angebote lassen sich in drei Typen gliedern: 1) Kommerzielle Prüfungen im Kontext von Weiterbildungsangeboten, 2) wissenschaftliche Tests im Kontext empirischer Studien sowie 3) spielerische Tests und Quizzes im Kontext von Sensibilisierungskampagnen. Ausgewählte Angebote (...)
Medien der Sachliteratur als auch Belletristik polarisieren seit jeher und lösen gesellschaftliche Kontroversen aus. Im Zeitalter der Digitalmoderne werden diese immer schnelllebiger und neigen zu einer verkürzten Darstellung komplexer Sachverhalte. Gegenstand der Debatten sind zentrale ethische Werte wie Neutralität, Meinungs- und Informationsfreit, die Bekämpfung von Zensur sowie die Sicherung des Jugendschutzes. Öffentliche Bibliotheken sind Austragungsorte dieser Diskussionen, ermöglichen demokratische (...)
Liebe Leserinnen und Leser, das vorliegende Heft widmet sich anlässlich der Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland dem Thema Suchtmittelkonsum und dessen Auswirkungen auf Hilfesysteme, insbesondere der Jugendhilfe. Der Beitrag von Simone Janssen und Felix Heiden geht aus rechtlicher Perspektive auf das Gesetz zum Umgang mit Konsumcannabis (Konsumcannabisgesetz – KCanG) ein und bewertet die Chancen und Herausforderungen, vor allem für Kinder- und Jugendschutz sowie Aufklärung und Prävention. (...)
Hintergrund und FragestellungAlkoholtestkäufe sind eine wichtige Maßnahme der Jugendschutzpolitik. Das Schweizer Monitoring dieser Testkäufe gibt einen Überblick über die Umsetzung des Alkoholverkaufsverbots an Minderjährige. Dabei werden mögliche Einflussfaktoren des illegalen Alkoholverkaufs identifiziert. MethodenDie Alkoholtestkäufe wurden von öffentlichen Organisationen und privaten Unternehmen unter bestimmten Rahmenbedingungen durchgeführt. Neben den Alkoholtestkäufen an physischen Verkaufsstellen (...)




