Jugendschutz mutet als eine überkommene Idee an: Was soll es, angesichts komplexer werdender Gesellschaften und der Verselbständigung der Lebensphase Jugend, diese vor "Gefährdungen" schützen zu wollen? Zumindest reicht der Katalog der in den deutschen Jugendschutzgesetzen festgelegten Gefährdungstatbestände nicht mehr aus, um Jugendliche ernsthaft vor Gefährdungen zu schützen. D. Baum erläutert dies auf sozialpolitischer und sozialpädagogischer Ebene. Insgesamt geht es um die Begründung eines J[...]
Wo liegen die drängendsten Herausforderungen für die Medienforschung? Welche Entwicklungslinien zeichnen sich für die Medienerziehung ab? In welchem Spannungsfeld sind Kontrolle und Jugendschutz zu sehen? Wird die Kategorie Geschlecht in der Mediendiskussion vernachlässigt? Welche Rolle spielen die Medien in den neuen Bundesländern? Wo liegen Chancen oder Gefahren in der Internationalisierung der Medienlandschaft? Wird Fragen der Ästhetik und der Jugendkultur in der Medienforschung genügend Beac[...]
Es werden erste Ergebnisse einer qualitativen Gruppenbefragung zur Wahrnehmung von Online-Angeboten und Online-Risiken durch Jugendliche dargestellt.(N=89 12- bis 14-Jährige, Gruppen von 5 bis 12 Personen) Es zeigt sich, dass der Umgang mit Online-Angeboten und Online-Risiken in hohem Maße in Orientierung an der Peer-Group erfolgt und Jugendliche Medienstrukturen und anbieterseitige Ziele nur ungenügend durchschauen. (Autor)
In der Forschung mit jungen Menschen können Schutz- und Beteiligungsrechte zu einem Spannungsverhältnis führen – insbesondere bei herausfordernden Themen wie dem Forschungsfeld Rechtsextremismus. Der Schutz der jungen Befragten, etwa vor belastenden Erhebungssituationen, ist in Einklang zu bringen mit ihrer Teilnahme am Forschungsvorhaben. Forschungsethische Auseinandersetzungen hierzu sind bisher noch begrenzt. Das forschungsethische Konzept des Projekts „RexMemes“ zielt darauf ab diese Lücke z[...]
Die Sicht Zwölf- bis 14-Jähriger auf Online-Mobbing und -Belästigung sowie Risiken im Bereich des Persönlichkeitsschutzes stehen im Mittelpunkt des zweiten Short Reports aus der ACT ON! Monitoring-Studie (Qualitative Gruppenerhebungen, N=89, Gruppen von 5 bis 12 Personen, Erhebung 2015). Im Bereich Persönlichkeitsschutz fällt es den Jugendlichen schwer die unterschiedlichen Aspekte dieses Themas (Datenspionage, Datenauswertung, Preisgabe persönlicher Information) auseinander zu dividieren. Sie g[...]
Der dritte Short-Report aus der ACT ON! Monitoring-Studie (N=98, Gruppenerhebungen mit 5 bis 9 Personen, Erhebungsjahr 2016) stellt die Perspektive der Zehn- bis Zwölfjährigen auf Games und die damit verbundenen Kosten sowie auf YouTube-Stars in den Mittelpunkt. YouTube ist für diese Altersgruppe eines der wichtigsten Online-Angebote. Angesagte YouTuber liefern mit sogenannten Life-Hacks Tipps und Tricks für die Alltagsbewältigung, aber auch zur versierten Nutzung von Online-Medien, insbesondere[...]
In dem Beitrag werden ausgewählte Argumentationslinien der allgemeinen Mediendiskussion nachgezeichnet: Werbung und Konsumorientierung, Gewalt und Verrohung, Sex und Pornographie. Diese Reizthemen, die sich am »neuen« Medienangebot orientieren, machen deutlich, dass es engagierten Eltern und Pädagogen einerseits darum geht, den Wildwuchs aus der Etablierungsphase der privaten Sender zu beschneiden und die Möglichkeiten des Kinder- und Jugendschutzes auszuloten. Andererseits wird unterstellt, das[...]
Das vorliegende Positionspapier bietet eine theoriegeleitete Einordnung aktuell verfügbarer Jugendmedienschutzsoftware im Hinblick auf die Ziele des modernen Jugendmedienschutzes im Sinne einer Balance von Schutz, Teilhabe und Befähigung zum Umgang mit digitalen Medien. Es zeigt Ansatzpunkte für Optimierungsbedarfe auf, die bezüglich der technischen Gestaltung, der lernförderlichen Anwendung sowie der erzieherischen Interaktionen zwischen Eltern und ihren Kindern relevant sind. (Autorin)
Der Report stellt Ergebnisse einer hashtag-geleiteten Analyse von Instagram-Inhalten und einer explorativen Gruppenbefragung von Heranwachsenden im Alter von 10 bis 14 Jahren vor. Analysiert wurden Instagram-Profile und -Beiträge in vier Themenbereichen, die als relevant für die Identitätsentwicklung Jugendlicher gelten können: Liebesbeziehungen, Körperakzeptanz und -optimierung, sexuelle Identität und Präferenz, gesellschaftliches/politisches Engagement. Die Inhaltsanalyse zeigt, dass auf Insta[...]
Der ACT ON! Short Report Nr. 12 gibt Einblicke in das Ausgabeverhalten Heranwachsender in Online-Games und dahinterliegende Kaufentscheidungen. Welche Faktoren beeinflussen das Kaufverhalten der Kinder und Jugendlichen? Welche Rolle haben soziale und spielbezogene Einflüsse? Zudem wirft die Studie einen Blick darauf, wie Kinder und Jugendliche Kostenstrukturen allgemein bewerten und ob sie manipulative Gamedesigns und andere kostenbezogene Risiken erkennen. Thematisiert wird dabei auch der Umgan[...]




