Zurück : Infocenter : Nachricht
Hausaufgaben digital - Lernen mit PC und Internet findet ├╝berwiegend zu Hause statt
hinzugefügt am 04-12-2017
JIM-Studie 2017 ver├Âffentlicht

Stuttgart, 01.12.2017 - Im Rahmen der JIM-Studie 2017 (Jugend, Information, (Multi-) Media) des Medienp├Ądagogischen Forschungsverbundes S├╝dwest, wurden Zw├Âlf- bis 19-J├Ąhrige in Deutschland neben der generellen Mediennutzung auch zu ihrem Medienumgang im Hinblick auf Hausaufgaben, Lernen und Schule befragt. Insgesamt verbringen Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler im Alter von zw├Âlf bis 19 Jahren nach eigener Sch├Ątzung durchschnittlich 97 Minuten an einem Wochentag mit ihren Hausaufgaben (mit und ohne Computer/Internet), M├Ądchen investieren mit 115 Minuten deutlich mehr Zeit als Jungen (80 Min.). Knapp die H├Ąlfte ihrer Lern-/ und Hausaufgabenzeit (45 % bzw. 44 Min.) arbeiten die zw├Âlf- bis 19-j├Ąhrigen Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler jeden Tag zuhause am Computer oder im Internet f├╝r die Schule. Die digitale Hausaufgabenzeit steigt mit zunehmendem Alter der Jugendlichen von einer guten halben Stunde bei den Zw├Âlf- bis 13-J├Ąhrigen auf eine gute Stunde bei den vollj├Ąhrigen Sch├╝lern an.

Betrachtet man hingegen den Einsatz digitaler Medien in der Schule, so sind bislang nur das Whiteboard (31 %) und der Computer (22 %) nennenswert im Schulalltag angekommen (Nutzung mind. mehrmals pro Woche). Smartphones (13 %), Laptops (9 %) oder Tablet-PCs (4 %) spielen noch immer keine gro├če Rolle. Auch die weitere Betrachtung der Nutzung zumindest einmal im Monat best├Ątigt dieses Bild: Nur jeder zehnte Sch├╝ler nutzt im Zeitraum von vier Wochen einen Tablet-PC in der Schule (11 %), jeder Vierte ein Notebook (25 %) und jeder Dritte ein Smartphone (31 %). Nur Whiteboards (43 %) und station├Ąre Computer (59 %) kommen bei jedem zweiten Sch├╝ler monatlich zum Einsatz.

Neben der H├Ąufigkeit der Nutzung verschiedener digitaler Medien an der Schule nimmt die JIM-Studie 2017 auch die Kompetenzen der Jugendlichen im Umgang mit Standardsoftware in den Blick. Die Jugendlichen wurden gebeten, sich selbst zu benoten, wie sie ihre F├Ąhigkeiten in Bezug auf die Basisprogramme Word, Excel und PowerPoint (oder Programme anderer Softwareanbieter mit vergleichbarer Funktionalit├Ąt) einsch├Ątzen. Besonders fit sehen sich Jugendliche bei Textverarbeitungsprogrammen wie Word, hier gibt sich jeder F├╝nfte die Note 1, jeder Zweite bewertet sich mit einer 2. ├ähnlich positiv ist die Bewertung bei PowerPoint: Im Umgang mit Pr├Ąsentationsprogrammen geben sich fast zwei Drittel der Jugendlichen eine 1 oder 2. Deutlich schlechter sch├Ątzen Jugendliche ihre F├Ąhigkeiten bei Kalkulationsprogrammen wie Excel ein, hier geben sich nur sieben Prozent die Note 1 und ein F├╝nftel die Note 2.

Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media) wird vom Medienp├Ądagogischen Forschungsverbund S├╝dwest seit 1998 j├Ąhrlich in Zusammenarbeit mit dem S├╝dwestrundfunk durchgef├╝hrt. Die repr├Ąsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. F├╝r die Befragung wurden 1.200 Jugendliche zwischen zw├Âlf und 19 Jahren im Fr├╝hsommer 2017 telefonisch befragt.

Der Medienp├Ądagogische Forschungsverbund S├╝dwest ist eine Kooperation der Landes-anstalt f├╝r Kommunikation Baden-W├╝rttemberg (LFK) und der Landeszentrale f├╝r Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK). Die Durchf├╝hrung der Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem S├╝dwestrundfunk (SWR).

Das PDF der JIM-Studie steht unter http://www.mpfs.de zur Verf├╝gung.