Christine Koop, Ina Schenker, Götz Müller, Simone Welzien, Karg Stiftung: Begabung wagen
hinzugefügt: 11-12-2011
Ein Handbuch für den Umgang mit Hochbegabung in Kindertagesstätten
Verlag das netz; Auflage: 1.10/2010, Broschiert: 416 Seiten, Sprache: Deutsch, 29,90 € inkl. MwSt

ISBN-10: 3868920374
ISBN-13: 978-3868920376


Herausgeberschaft

Christine Koop, Ina Schenker, Götz Müller, Simone Welzien
Vorwort: Ingmar Ahl – Stiftungsvorstand
Mit Beiträgen von Salman Ansari, Tanja Gabriele Baudson, Birgit Behrensen, Holger Brandes, Stefan Brée, Silke Forstmeier, Lilian Fried, Christiane Große, Gabriele Haug-Schnabel, Jens Hoffsommer, Gerald Hüther, André Jacob, Katharina Kluczniok, Anke König, Christine Koop, Annette Krieg, Susanne Kuger, Anke Marburger, Patrick Mayer, Heike Morche, Götz Müller, Christoph Perleth, Wenke Röseler, Sabine Rohrmann, Hans-Günther Roßbach, Reinhard Ruckdeschel, Ina Schenker, Ingrid E. Schulz, Claudia Solzbacher, Christine Sperling, Olaf Steenbuck und Simone Welzien.
(Performance Seiten 402-416 )

Karg-Stiftung
Errichtet von Hans-Georg Karg - und Ehefrau Adelheid - engagiert sich die Stiftung seit 1989 für hochbegabte Kinder und Jugendliche und ein begabungsgerechtes Bildungssystem, das allen die Entfaltung ihrer Möglichkeiten gewährt.
Unter dem Motto „überlegen, fördern" identifiziert sie Fehlstellen im Fördersystem - und entwickelt in eigener Verantwortung. Fördernd über gute Beispiel ihrer Projekte die Hochbegabtenförderung in Deutschland.
Schwerpunkte: Qualifizierung von Pädagogen und Beratern sowie von Förder- und Beratungseinrichtungen.
Die Karg-Stiftung sich versteht als Anwalt für die Bildungschancen Hochbegabter und fordert einen ganzheitlichen, überlegten Bildungsbegriff und ebensolche Bildungsangebote.
(Quelle: www.karg-Stiftung.de; gekürzt)

Verlagsangabe
Hochbegabtenförderung als Aufgabe für Kindertagesstätten!?
Wie können sich Kindertagesstätten zu Orten entwickeln, an denen alle Kinder, auch hochbegabte, mit ihren individuellen Stärken und Potentialen wahrgenommen und gefördert werden? In diesem Buch finden Sie systematisch aufbereitetes Wissen, mit dessen Hilfe es Ihnen gelingen kann, frühe Begabungen zu entdecken und zu fördern sowie Kindertagesstätten zu selbstverständlichen Orten der spielerischen Begabungsentfaltung zu entwickeln. Ein Handbuch für alle in der Frühpädagogik tätigen Fachkräfte in Praxis, Lehre, Ausbildung, Studium, Leitung und Beratung sowie für alle, die sich für hochbegabte Kinder interessieren.
(Quelle: www.amazon.de; gekürzt)

Verlag
Verlag das netz GmbH - 99441 Kiliansroda, Telefon: 036453/71 40 - ist der Pädagogische Fachverlag für die Praxis für ErzieherInnen, LehrerInnen und Eltern und Herausgeber der Fachzeitschrift „ Betrifft Kinder“.


Entstehungshintergrund
Die Karg-Stiftung hatte 2004-2009 eine Weiterbildung für die Förderung hochbegabter Kinder in Kindertagesstätten, den "Begabtenpädagogen" entwickelt und angeboten. Abgesehen von "Handouts" der Referenten gab es bis zum Erscheinen des Buches keine Publikation, die die Inhalte und die zugrundeliegende Förderphilosophie dieser Weiterbildung abbildete. Das Buch dient der Dokumentation dieses Projektes und der im stetigen Dialog zwischen Praktikerinnen und Wissenschaftler/innen gewonnenen Erkenntnisse. (Quelle: Christine Koop, Ressortlg. Frühe Förderung u. Beratung Karg-Stiftung, Antwort mail vom 8. Dez. 2011 an Rezensenten)

Inhalt
Das Buch behandelt im ersten Teil – insgesamt vier Teilen – in sieben Thesen (notwendige) Grundlagen der Elementarpädagogik und Entwicklungspsychologie als Voraussetzung für eine individuelle Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen.
Der zweite Teil offeriert psychologisches Basiswissen zum Phänomen der intellektuellen Hochbegabung. Hochbegabung: Modelle, Diagnostik und besondere Herausforderungen. Sabine Rohrmann (S. 155) fragt und klärt auf: Hochbegabung - Was ist das?
Der dritte Teil führt in die praktische Arbeit und zeigt auf, durch welche Determinanten eine gute Qualität in Kindertagesstätten beeinflusst ist (ab S. 253: „Qualität aus verschiedenen Perspektiven“).
Im vierten Teil geht es um Kooperation und Netzwerke, allgemein und besonders der Eltern hochbegabter Kinder mit ihren Bedürfnissen bestehen und sinnvollerweise abzudecken sind.
Im Anhang werden die Autoren vorgestellt.

Bewertung
Alle Beiträge bieten empirische Befunde. Dargestellt von Kennern, sowohl der Praxis und der Theorie. Die Fotos in dem Buch sind nicht erforderlich; erfreuen aber, weil sie zeigen, um wen es geht: den Kindern und ihren Eltern. Überschriften sind farblich gekennzeichnet und mit etwas Zeilenabstand abgesetzt: Das ist Hilfreich, weil die „geballten Fachinformationen“ den Leser zur gedanklichen Pause „zwingen“ soll.
Das Buch fordert Fachkräfte heraus, bietet aber Erwerb zusätzlicher persönlicher Qualifikation.

Zielgruppe
Das Buch ist wissenschaftlich professionell, im Sprachniveau verständlich und interessant gehalten. Dadurch können sich viele Fachkräfte der unterschiedlichen Professionen der Sozialen Arbeit mit dem Thema Hochbegabung auseinander setzen und neue Kenntnisse zu gewinnen. Den Führungskräften im Kindertagesstättenbereich aller Trägerschaften ist es für den Dialog mit den Fachkräften zu empfehlen.

Fazit
Ein Buch für die praktische Erziehungsarbeit und für theoretische Argumentationen überaus empfehlenswert. Es besetzt ein wichtiges (vernachlässigtes?)Thema.

Rezensent
Dipl.-Sozialarbeiter a.D. Peter Habura, Grevenbroich, E-Mail: jupehabura@aol.com

Autorenkontakt
E-Mail: christine.koop@karg-stiftung.de