Daniela Duff / Bea Leuppi - Frauenleben
hinzugefügt: 21-01-2002
Entwicklungsgeschichten von Migrantinnen mit besonderem Augenmerk auf ihre Integrationsprozesse und den Folgerungen, die sich daraus für die Sozialarbeit ableiten lassen, 1998. S. 175
ISBN 3-905584-61-1

Im Mittelpunkt des Buches „Frauenleben –Entwicklungsgeschichten von Migrantinnen mit besonderem Augenmerk auf ihre Integrationsprozesse und den Folgerungen, die sich daraus für die Sozialarbeit ableiten lassen“ von Daniela Duff und Bea Leuppi stehen die Interviews, die die Autorinnen mit 14 Migrantinnen in der Schweiz geführt haben. Im vorangestellten theoretischen Teil werden wichtige Erklärungen zu themenspezifischen Begriffen und Rechtslagen gegeben. Anzumerken ist hier, daß die Autorinnen sich vordergründig auf die Situation in der Schweiz beziehen, dies aber nur in Bezug auf bestimmte Rechtslagen (Aufenthaltsberechtigung etc.) einige Unterschiede zu der Bundesrepublik Deutschland aufweist. Die Situation der Migrantinnen und deren Berücksichtigung in der Sozialarbeit dürfte die gleiche sein.
In dem ersten theoretischen Teil der Arbeit werden u.a. Begriffe wie multikulturell und interkulturell diskutiert, so daß die LeserInnen ohne spezifische Kenntnisse zum Thema Migration, ein Gespür dafür bekommt, wie wichtig Begriffsbestimmungen sind und welche Diskriminierungen in diesen enthalten sein können. Bei der Interviewauswertung werden die Beweggründe, Umstände und Folgen der Migration der 14 Frauen deutlich. Im abschließenden handlungstheoretischen Teil ihres Buches (basiert auf ihrer Diplomarbeit) gehen die Autorinnen kurz auf die unterschiedlichen Konzepte der Sozialarbeit im Arbeitsfeld Migration ein, die heute in verschiedenen sozialen Einrichtungen praktiziert werden. Aufgrund ihrer Ergebnisse der Arbeit stellen sie aber auch Forderungen, sowohl an die SozialarbeiterInnen, wie auch an die Migrantinnen.
Aus einem feministischen Blickwinkel heraus werden in dieser Arbeit Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Situation von Migrantinnen beleuchtet und auch auf die schwierigen Umstände hingewiesen mit denen sich die einzelnen Frauen auseinandersetzen müssen und die in der praktischen Sozialarbeit noch mehr mit einbezogen werden müssen.

Das Buch kann nur direkt über den Verlag bezogen werden. Informationen und Bestellung unter http://www.soziothek.ch

Erschienen im Edition Soziothek Verlag. Rezension von Dörthe Heien