Boos, M. / Jonas, K.J. / Sassenberg, K. (Hrsg.) - Computervermittelte Kommunikation in Organisationen
hinzugefügt: 23-07-2003
Reihe: Internet und Psychologie: Neue Medien in der Psychologie - Band 3 2000, VIII/ 253 S. 32,95 Euro / 51,00 sFr
ISBN 3-8017-1269-9

„Die atemberaubende Geschwindigkeit, mit der national und international die Zahl der Internetnutzer steigt, belegt die zunehmende Bedeutung des Computers als Kommunikationsmedium. Computervermittelte Kommunikation ist nicht mehr nur auf wissenschaftliche und militärische Bereiche beschränkt, sondern gewinnt generell Bedeutung im Arbeitsleben.“ (Zitat Klappentext)

Auch wenn der Sammelband schon drei Jahre alt ist, hat die Aussage des Klappentext nichts an Bedeutung verloren, im Gegenteil, der Computer und das Internet sind noch viel mehr Bestandteile unseres Lebens, aber vor allem unseres Arbeitslebens geworden. Die Vorteile, die dieses Kommunikationsmedium mit sich bringen, z.B. unabhängig vom Ort in Gruppen zu arbeiten, beinhalten jedoch auch Probleme, da computervermittelte Kommunikation immer mit Kanalreduktionen (Döring S. 27) verbunden ist. Wie trotz dieser Widrigkeiten erfolgreich gearbeitet werden kann, wie diese Widrigkeiten aussehen, soll dieser Sammelband zeigen. Das Buch bietet unter anderem einen Überblick über sozialpsychologische Forschungen in diesem Bereich und Erfahrungen zu computervermittelter Kommunikation in Gruppen aus der Praxis.

Der Band ist thematisch in drei Bereiche unterteilt. Im ersten Teil geht es um die sozialpsychologischen Aspekte von Gruppenarbeiten, um die Kommunikation und die eigene Rolle in einem Team. Der zweite Teil zielt auf die Arbeitsteilung, -techniken und auf die Entscheidungsfindung trotz räumlicher Trennung. Im letzten Teil werden Strategien und Fallbeispiele erläutert.

Das Buch bündelt interdisziplinäres Wissen zum aktuellen Thema computervermittelte Kommunikation in Arbeitsgruppen. Der Schwerpunkt ist jedoch die Sozialpsychologie. Den Herausgebern ist es trotz dieser enormen Bandbreite gelungen, ein kompaktes und ein auch für nicht Sozialpsychologen verständliches Buch zusammenzustellen.


Erschienen im Hogrefe Verlag.

Rezension von Jörg Warras