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Stefanie Müntefehr: Chancen und Risiken von Computerspielen in der Jugendarbeit
hinzugefügt: 20-09-2006
"Wenn man den heutige Computerspiele-Markt betrachtet, ist zu beobachten, dass die Popularität in den letzten Jahren, vor allem im privaten Bereich, enorm angestiegen ist. Aufgrund der Komplexität aktueller Spiele, ist eine Genre-Einteilung immer schwieriger vorzunehmen. Computerspiele haben sich im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Besonders die Gruppe der Kinder und Jugendlichen stellt eine hohe Kaufkraft dar, denn Computerspiele sind ein faszinierendes Spielzeug.

Das Spielen kann z.B. zu positiven Gefühlen und Erfolgserlebnissen führen und bietet die Chance, zu einem durch Normen und Werte geprägten Leben für eine gewisse Zeit Distanz zu finden. Wenn über die möglichen Auswirkungen von Computerspielen diskutiert wird, werden damit oftmals Gefahren wie Spielsucht, Vereinsamung, Abstumpfung, etc. in Verbindung gebracht. Computerspiele sind in der Regel nicht Auslöser für soziale Probleme, Schulversagen, Gewaltbereitschaft, etc. Es besteht allerdings die Gefahr, dass vorhandene Ausgangsprobleme verstärkt werden. Computerspiele können dazu beitragen, die Denkfähigkeit, Kreativität und soziale Kontakte zu fördern.

Aufgrund der schnell fortschreitenden medialen Entwicklung besteht die Notwendigkeit, die nachfolgenden Generationen an die neuen Medien sinnvoll und zugleich kritisch heranzuführen, um somit die Medienkompetenz zu fördern. Die Gestaltungsräume, welche Computerspiele heutzutage bieten, müssen in der Jugendarbeit sinnvoll eingesetzt werden. Aufgrund der fehlenden Erfahrung in diesem Bereich müssen didaktische Konzepte als Grundlage der Medienarbeit entworfen werden. Dabei sollte der Aspekt des Jugendschutzes nicht vernachlässigt werden." (Vorwort)